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Die Geschichte der Modellbahn Vom Tröpfler zur digitalen Modelleisenbahn – Teil 2

Teil 2 – von den 30ern bis in die 50er Jahre

Ende des 19. Jahrhunderts begann die Blütezeit der Blechspielzeughersteller. Durch die Industrialisierung wurde mit Maschineneinsatz und vereinfachten Fertigungsmethoden Blechspielzeug massenhaft und billig produziert. Die Geburtsstunde und der Durchbruch der heutigen Modelleisenbahn schlug auf der Leipziger Messe 1891, als die Firma Märklin ein Schienensystem vorstellte. Die System-Eisenbahn war geboren. Ein Jahr später gab sie die Grundlage für die bis heute gültige Normierung der Spurweiten, der sich die anderen Hersteller anschlossen. Durch verschiedene Gleisstücke, Weichen und Kreuzungen konnte eine Anlage nach Belieben aufgebaut werden. Das Know-how erlangte Märklin übrigens durch die Übernahme der Entwicklungen der Firma Lutz.


Die Göppinger Firma führte wohl auch 1897 als erste elektrischen Strom zum Antrieb der Modelle ein. Dies ist jedoch umstritten, gab es doch 1882 die ?Illustrierte Zeitung für Blechwarenindustrie?, die berichtete, dass die Firma Ernst Planck ?wieder verschiedene, sehr hübsche Neuheiten herausgebracht hat, von denen wir nur die elektrische Eisenbahn erwähnen?. Neben Märklin beherrschten vor allem Nürnberger Hersteller den deutschen Markt. 1895 waren über 50 Firmen registriert, darunter Carette, Doll, Hess, Bub, Tipp & Co., Arnold, Distler, Issmayer, Kraus-Fandor, Planck, Schoenner und Bing. Die gleichzeitige Einführung der Chromolithographie zur Farbgebung der Modelle mit größter Feinheit, begründete den großen Erfolg der deutschen Modellbahn-Hersteller. Schon damals reagierte man schnell auf technische Neuerungen und Erfindungen. Kurz nach der Einführung neuer Modelle gab es sie schon als Blechspielzeug Miniatur. Das Spielzeug war Abbild der technischen und geschichtlichen Entwicklung. Durch das Schienensystem wurden die Bodenläufer schnell von Schienenzügen verdrängt und die Anlagengestaltung mit Waggons, Bahnhöfen, Signalen, etc. gewann immer mehr an Bedeutung. Seit den 1920er Jahren war die elektrische Modellbahn Jahrzehnte lang der Wunschtraum vieler Jungen. Der entgültige Durchbruch gelang ihr im Jahre 1927, als die hohe Fahrspannung durch Niederspannungsbetrieb ersetzt wurde und die bis dahin vorherrschenden Antriebsarten ersetzte. Heute gibt es eine vielfältige Sammlerszene, die den größten Reiz in historischen Stücken sieht.

Die Eisenbahn und ihre Modelle in Kriegszeiten

Die ersten Pläne für ein Eisenbahnsystem basierten auf rein privat-ökonomischen Überlegungen. Die Eisenbahnstrecken wurden deshalb von privaten Interessenten nach behördlich erteilten Konzessionen gebaut. Bereits ab 1840 wurde der Eisenbahnbau als Infrastrukturmaßnahme sowohl aus staatlicher als auch aus militärischer Sicht interessant. Die politischen Entscheider standen dabei in dem Konflikt, dass die Eisenbahn einerseits die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes förderte, aber gleichzeitig durch niedrige Preise (in der III. und IV. Klasse) breiten Bevölkerungsschichten das bisher unmögliche Reisen ermöglichte. Die Investoren argumentierten gegen die deshalb zögerliche Konzessionsvergabe durch die Behörden mit dem strategischen Vorteilen der militärischen Nutzung der Eisenbahn. Bereits ab Mitte der 40er Jahre wurden erste überregionale Eisenbahnverbindungen aus militärisch-politischen Überlegungen gebaut. Der Ausbau der Eisenbahnstrecken erfolgte seitdem verstärkt unter der Berücksichtigung militärischer Zwecke. Bis 1855 betrug das Streckennetz 7.500 km. 1865 bereits 14.000 km und 1875 standen fast 30.000 km Eisenbahnstrecke zur Verfügung. Im Jahre 1880 wurden die Strecken verstaatlicht. Die militärische Führung sah die Vorteile der Eisenbahnnutzung in dem Überraschungseffekt durch die schnelle Konzentration erster Einheiten, durch ein plötzliches Auftauche und einen variablen Einsatz von Reserven. Ein weiterer Vorteil war, dass die Truppen ausgeruht an die Front kamen. Die Eisenbahn wurde spätestens im 1. Weltkrieg ein wichtiges Element bei der ?Industrialisierung? des Krieges. Erst der massenweise Transport von Waffen, Munition und Soldaten ermöglichte die verheerenden Materialschlachten und verlängerte die Kriegsdauer. Im 2. Weltkrieg war die Eisenbahn nicht nur wichtigstes Transportmittel für die militärische Logistik. Unzählige Deportationszüge brachten Millionen vom Nazi-Regime Menschen in die Vernichtungslager.

Die Spielzeugindustrie, die ihre Modelle stets dem Zeitgeist anpasste, hatte sowohl im Kaiserreich als auch in der Nazizeit mit Kriegsspielzeug große Erfolge und stimmte die Jugend ?spielend? auf das Kriegshandwerk ein. Vor und im 1. Weltkrieg waren, weil ?Deutschlands Zukunft auf dem Wasser lag?, besonders Torpedo- und Kanonenboote beliebt. Die Kriegsschiffe konnten sogar bis zu 15 Kanonen abfeuern. Die Kanonen auf den Eisenbahnwagen, die in Deutschland und auch im Märklin-Katalog von 1937/1938 in Frankreich angeboten wurden, waren vergleichsweise harmlos, aber auch mit ihnen wurde das Spiel Krieg auf dem Gabentisch oder unter dem Weihnachtsbaum gelegt.

Die Geschichte der Modellbahn Vom Tröpfler zur digitalen Modelleisenbahn – Teil 1

Teil 1 – Die Modellbahneisenbahn vom Anfang bis in die 30er Jahre

ls die erste deutsche Eisenbahn im Dezember 1835 von Nürnberg nach Fürth fuhr, entstanden kurz danach die ersten Spielzeugeisenbahnen. Die erste Spielzeugvariante war dann auch dem ?Adler? nachempfunden. Im März 1836 erschien dieses Inserat in der Nürnberger ?Allgemeinen Polytechnischen Zeitung?: ?Dampfwagen der Nürnberg-Fürther Eisenbahn, mit Kohlenwagen und Personenwagen, durch Uhrwerk bewegbar, von lackiertem Blech 9 fl.; desgleichen, größer 12 fl.; desgleichen noch größer, von Holz und Pappe, ohne Personenwagen 13 fl.?. Diese Annonce gilt als das erste bekannte Zeugnis einer Spielzeugeisenbahn.


Diese exakt funktionsgerechten Nachbildungen zur Demonstration in Lehranstalten und für technisch interessierte, reiche Bürgerfamilien waren alles andere als Spielzeug, sondern handgearbeitete, komplizierte technische Wunderwerke. Sie zeigten in erster Linie Aufbau und Funktionsweise von Dampfmaschinen, mit der der uralte Menschheitstraum von Kraft und Bewegung realisiert war. In Kinderhände gelangten meist einfache, flache Standmodelle aus Zinn und Blei. Sie waren im Gegensatz zu den Dampfmodellen reine Spielzeugzüge mit phantasievollen Ausführungen, die bei weitem nicht der Realität entsprachen. Anfangs wurden ähnlich den damals beliebten Zinnsoldaten zweidimensionale Lokomotiven und Waggons angeboten. Aufwändiger waren dreidimensionale ?Tisch- und Bodenläufer?, die, noch ohne Schienen, an einer Schnur gezogen werden mussten. Daneben gab es Modelle, die entweder durch Federwerk, ein Schwungradantrieb, ein Uhrwerk angetrieben wurden oder wie ihre großen Vorbilder mit Dampf. Diese wurden liebevoll Tröpfler genannt, weil sie eine Tropfenspur hinter sich her zogen und boten durch ihre eigenständige Bewegung natürlich ungleich mehr Spielspaß. Schienensystem mit Weichen, Kreuzungen und Bogenstücken war damals noch unbekannt.

NOCH – Kleinzeche Victoria

Passend zum Märklin Jahresthema “Vom Erz zum Stahl“ liefert NOCH zurzeit die Kleinzeche “Victoria“ mit Schüttverladung als H0 Laser-Cut Bausatz aus. Mit dem separat erhältlichen Erweiterungsbausatz Hängebank lässt sich die Zeche erweitern. Die beiden Bausätze sind in präziser NOCH Laser-Cut Technologie ausgeführt. Sie sind aus speziellem, durchgefärbtem Karton gelasert. Der für den Zusammenbau benötigte Klebstoff liegt bei. Sowohl die Kleinzeche als auch der Erweiterungsbausatz sind in einer limitierten Auflage von je 1.000 Stück hergestellt. Jeder Bausatz besitzt ein nummeriertes Zertifikat. Die kleine Schachtanlage der Kleinzeche findet mit ihrem geringen Flächenbedarf auch auf kleineren Modellbahn-Anlagen Platz.


Das Schachthäuschen ist ein schlanker, eisengebundener Backsteinbau. Förderturm und Gerüst sind in Stahlprofil-Optik gehalten. Dadurch ist dieses Bergwerk überregional zur Kohle- oder auch Salzförderung einsetzbar. Die Anordnung des Fördergerüsts zum Maschinenhaus hin lässt sich variieren. Die Schüttverladung ist wahlweise für LKWs oder Modellbahnwaggons geeignet. Die Anordnung der Zechenanlage kann variiert werden. Der Förderturm kann nach vorne, links oder rechts ausgerichtet werden. Das Maschinenhaus kann frei in dieselbe Richtung gestellt werden. Dadurch kann man wenig Platz auf der Modellbahn-Anlage effizient nutzen. Mit der Hängebank kann die Verladung der geförderten Bodenschätze um zwei Verladeplätze erweitert werden. Die Durchfahrtshöhe der Verladung ist für alle H0-Gleissysteme geeignet. Durch die Erweiterung lässt sich auch der Betrieb auf einem größeren Zechengelände darstellen. Maße Kleinzeche: – Förderturm mit Schüttverladung 19,5 x 17,5 cm, 26,1 cm hoch – Maschinenhaus: 10,6 x 11,2 cm, 10,2 cm hoch Maße Erweiterungsbausatz Hängebank: 37,5 x 5 cm, 14,5 cm hoch

Noch Zeche Victoria

Noch Zeche Victoria

Noch Zeche Victoria

Nenngrößen in der Schweiz

Betrachten wir zunächst die Verteilung der Nenngrößen im schweizerischen Markt. Da etwa jeder vierte Modellbahner mehr als eine Spurweite besitzt, ist die Summe der Prozentzahlen größer als 100. Wie zu erwarten ist die Spur H0 auch auf dem schweizerischen Modellbahn-Markt nach wie vor die dominierende Größe. In 4 von 5 Modellbahn-Haushalten stehen Bahnen dieser Baugröße. Nur 16% der Schweizer Modellbahner besitzen oder sammeln Spur N, knapp gefolgt von Spur 0 und Spur 2. Auf den Plätzen folgen Spur Z und Spur 1. Die TT-Bahnen haben in der Schweiz kaum Bedeutung. Andere Größen spielen in der Schweiz ebenfalls kaum eine Rolle. Die wenigen hier gemachten Angaben bezogen sich hauptsächlich auf die Wesa-Bahn (13mm), sowie 5″ und 7″.


Abb.: Nenngrößen - Schweiz

Abb.: Nenngrößen – Schweiz

Vergleicht man diese Daten mit den Ergebnissen aus anderen europäischen Ländern , ist erwähnenswert, dass die Baugröße N in der Schweiz mit 16,2% die geringste Verbreitung in Mitteleuropa aufweist. Hingegen ist die Spur 0 mit 12,8 % in der Schweiz überdurchschnittlich stark vertreten.

Gut 3/4 der Modellbahner konzentriert sich auf eine Nenngröße, jeder sechste besitzt eine zweite Nenngröße. Diese Verteilung stimmt statistisch mit den deutschen Daten überein. Die geringen Abweichungen erklären sich durch natürliche Schwankungen. In der Schweiz besitzen 92,3 % maximal 2 unterschiedliche Nenngrößen, in Deutschland ist diese Gruppe 93,7 % groß.

Tab.: Anzahl verschiedener Nenngrößen

Auffällig ist hier, verglichen mit den deutschen Daten, dass der Anteil der Normal- und Schmalspurbahner für H0 signifikant höher ist. In Deutschland erreicht diese Gruppe 11,6%, in der Schweiz sind es 40%. Noch deutlicher ist der Unterschied bei den Größen Z, N, 1 und 2. In Deutschland liegen die Werte bei 3,8%, 4,7%, 6,5% und 17,4%. In der Schweiz liegen die Werte teilweise um das 10-fache höher.

Tab.: Verteilung von Normalspur und Schmalspur

Tab.: Verteilung von Normalspur und Schmalspur

Die geringe Präsenz bei N und Z dürfte auch auf eine geringes Marktangebot, vor allem von einigen Kleinserienherstellern, zurückzuführen sein.

Werfen wir einen Blick auf die Verteilung der Nenngrößen unter Berücksichtigung von Altersklassen. Auch zukünftig wird H0 die dominante Größe in der Schweiz bilden. Auffällig sind aber zwei Trends. Bei Modellbahnern unter 30 Jahren sind die Spur 2 und N gleichauf. Die N-Bahner sind bei den jungen Befragten unter Durchschnitt vertreten, die Spur 2 Bahner liegen hingegen über dem Durchschnitt aller Befragten.

Abb.: Nenngrößen nach Altergruppen U30 und Ü60

Abb.: Nenngrößen nach Altergruppen U30 und Ü60

Nach diesen Daten scheint die Spur 0 zukünftig der große Verlierer zu sein. Ist in der Gruppe der Personen ab 60 Jahren der Anteil noch bei 18,8%, liegt er bei den unter 30-Jährigen nur noch bei 3,4%. Das ist gerade noch ein Fünftel. Das gleich Phänomen war bei der deutschen Analyse zu beobachten. Hier lag der Unterschied bei 4,3% (ab 60) zu 1,2% (unter 30).

Der Anteil der schweizerischen Modellbahner in dieser Umfrage, die sich maximal 5 Jahre mit dem Hobby beschäftigen (also ca. ab Januar 2000) beträgt 6,2%. Man darf hier aber keine Rückschlüsse auf die Allgemeinheit ziehen. Wie wir später noch sehen werden, beginnt der Großteil im Alter bis 20 Jahren mit dem Hobby. Diese Gruppe ist aber immer noch stärker im Internet vertreten als ältere Personen. Der wirkliche Wert kann also durchaus etwas niedriger sein. Diese Annahme wird unterstützt durch die Tatsache, dass der Anteil der Neu-Modellbahner (bis 5 Jahre) bei den Papierrückläufern aus dem Eisenbahn-Amateur nur 3,2% beträgt, bei der Online-Umfrage waren es jedoch 7,9%.

Abb.: Nenngrößen - Hobby-Einsteiger

Abb.: Nenngrößen – Hobby-Einsteiger

Ein Trend lässt sich hier trotzdem ablesen. Bei den großen Spuren fehlt der Nachwuchs. Zusammengerechnet erreichen 0, 1 und 2 bei den Neu-Modellbahnern 8,5 % gegenüber 31,3 % bei allen anderen. Auch wenn, wie bereits erwähnt, mit zunehmendem Alter eher auf größere Spuren zurückgegriffen wird, scheinen diese Segmente zur Zeit von der Substanz zu leben. Die hier tätigen Anbieter und Händler sollten ihre Anstrengungen zur Gewinnung von Neukunden merklich intensivieren.

Nenngrößen in Österreich

Die nachfolgende Abbildung zeigt die Verteilung der Nenngrößen auf dem österreichischen Markt. Da etwa jeder vierte Modellbahner mehr als eine Spurweite besitzt, ist die Summe der Prozentzahlen größer als 100. Die Verteilung ist der in der ehemaligen Bundesrepublik sehr ähnlich. Die geringen Abweichungen beruhen auf normalen statistischen Schwankungen, sodass sich mathematisch kein Unterschied zwischen beiden Ländern aufzeigen lässt. Wie in allen Märkten ist auch in Österreich die Spur H0 die dominierende Größe. In 3 von 4 Modellbahn-Haushalten stehen Bahnen dieser Baugröße. Knapp jeder vierte Modellbahner besitzt oder sammelt Spur N, gefolgt von Spur 2. Auf den Plätzen folgen die Baugrößen Z, 0 und 1. Die TT-Bahnen spielen wie in der Schweiz und in Westdeutschland keine Rolle.


Abb.: Nenngrößen - Österreich

Vergleicht man diese Daten mit den Ergebnissen aus anderen europäischen Ländern , ist erwähnenswert, dass die Baugröße 2 in Österreich mit 12,7% die größte Verbreitung in Europa aufweist . Hingegen ist die Spur 0 mit 4,2% nach Deutschland (2,6%) am zweitschwächsten vertreten.

Die folgende Tabelle gibt an, wie viele verschiedene Nenngrößen die Modellbahner in unserer Umfrage besitzen. Gut 3/4 der Modellbahner konzentriert sich auf eine Nenngröße, jeder sechste besitzt eine zweite Nenngröße. Diese Verteilung stimmt statistisch mit den deutschen Daten überein. Die geringen Abweichungen erklären sich durch natürliche Schwankungen. In Österreich besitzen 92,9 % maximal 2 unterschiedliche Nenngrößen, in Deutschland ist diese Gruppe 93,7 % groß.

A-Nenngroessen-tab-anzahl

Tab.: Anzahl verschiedener Nenngrößen

Für die Analyse wurden nur die Datensätze von Modellbahnern analysiert, die sich ausschließlich mit einer Nenngröße beschäftigen, um Verzerrungen bei dem Ergebnis auszuschließen. Dadurch verringert sich die Zahl der verfügbaren Datensätze, sodass nur Aussagen für die Baugrößen N, H0 und 2 sinnvoll sind.

A-Nenngroessen-tab-spurweit

Tab.: Verteilung von Normalspur und Schmalspur

Bei den N-Bahnern ergeben sich die gleichen Daten wie in Deutschland (91,7% nur Normalspur). Bei den H0-Bahnern ergibt sich aber ein Unterschied. Der Anteil derjenigen, die nur Normalspur-Themen bauen, liegt mit 69% zwischen den Daten aus Deutschland (87%) und der Schweiz (56%). Entsprechend größer ist die Gruppe der Normal- u. Schmalspurbahner mit 31% (D: 12%; CH: 40%).

Werfen wir einen Blick auf die Verteilung der Nenngrößen unter Berücksichtigung von Altersklassen. Auch zukünftig wird H0 die dominante Größe in Österreich bilden. Bei Modellbahnern unter 30 Jahren sind nur die Baugrößen Z, N, H0 und 2 vertreten. Natürlich werden auch weitere Modellbahner unter 30 Jahren sich mit TT, 0 oder 1 befassen. Der Anteil scheint aber so gering zu sein, dass von diesen keiner an der Umfrage teilnahm.

A-Nenngroessen-Alter

Abb.: Nenngrößen nach Altergruppen U30 und Ü60

Nach diesen Daten scheint die Spur 0 zukünftig der große Verlierer zu sein. Ist in der Gruppe der Personen ab 60 Jahren der Anteil noch bei 19,4%, ist bei den unter 30-Jährigen kein Befragter mehr vertreten. Das gleiche Phänomen war auch bei der deutschen und der schweizer Analyse zu beobachten. Hier lag der Unterschied in Deutschland bei 4,3% (ab 60) zu 1,2% (unter 30) und in der Schweiz bei 18,8% (ab 60) zu 3,4% (unter 30).

Betrachten wir nun die Unterschiede zwischen denjenigen, die bis 5 Jahre das Hobby betreiben und denjenigen, die länger dabei sind. Daraus kann man erkennen, welche Größen in letzter Zeit eher in waren bzw. wer hier besseres Marketing geleistet hat.

Abb.: Nenngrößen - Hobby-Einsteiger

Abb.: Nenngrößen – Hobby-Einsteiger

Ein Trend lässt sich hier ablesen. Bei den großen Spuren fehlt der Nachwuchs. In unserer Umfrage haben 7,7% der Probanden angegeben, sich mit Spur 2 zu beschäftigen. Für die Größen 0 und 1 gab es keine Teilnehmer. Auch wenn, wie bereits erwähnt, mit zunehmendem Alter eher auf größere Spuren zurückgegriffen wird, scheinen diese Segmente zur Zeit von der Substanz zu leben. Die hier tätigen Anbieter und Händler sollten ihre Anstrengungen zur Gewinnung von Neukunden merklich intensivieren.

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