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Einkaufsquellen und Beurteilung Fachhandel – Deutschland

Ein weiterer Themenschwerpunkt der Umfrage galt den Einkaufsquellen. Wo kaufen Modellbahner ein? Wie beurteilen Sie ihren Fachhändler in Bezug auf verschiedene Kriterien? Wie viele kaufen im Internet bzw. kaufen nicht online? Welches sind die Gründe hierfür?

Abb.: Einkaufsquellen der Modelleisenbahner - Deutschland

Abb.: Einkaufsquellen der Modelleisenbahner – Deutschland

Unsere Umfrage zeigt, dass auch Ende 2004 der Fachhandel mit großem Vorsprung nach wie vor die dominierende Quelle für den Einkauf ist. 84,8 % der Probanden gaben an, u.a. beim Fachhändler Ihre Waren zu beziehen. Das mag zum einen an einer tiefen Bindung zwischen langjährigen Modellbahnern und dem Fachhändler, zum anderen in der hohen Beratungsintensität des technischen Produktes Modellbahn liegen.


Die Botschaft dieser Grafik ist jedoch eindeutig. Nur mit einem gesunden Fachhandel hat das Modellbahn-Hobby mittelfristig eine Überlebenschance. Ebenfalls interessant ist die Zahl, dass mittlerweile fast jeder zweite bei Online-Auktionen Modellbahn-Artikel ersteigert. Mit Flohmärkten und Messen ist ein weiterer „Gebrauchtwaren-Markt“ auf Platz 3.

Schauen wir uns noch die Übersicht an, welche Bezugsquellen die 15,2 % bevorzugen, die nicht beim Fachhandel einkaufen:

Abb.: Einkaufsquellen derer, die nicht im Fachhandel einkaufen

Abb.: Einkaufsquellen derer, die nicht im Fachhandel einkaufen

Nachdem wir gesehen haben, wie wichtig der Fachhandel als Vertriebskanal für die Modellbahner ist, schauen wir uns jetzt an, welche Noten er von seinen Kunden bekommt.

Die Zahlen innerhalb der Zellen spiegeln die Prozentzahlen wieder. Die Spaltenwerte ergeben also jeweils 100. Z.B. gaben 14,99 % an, dass sie die Öffnungszeiten ihres Fachhändlers für sehr gut halten. Für 52,85 % sind die Öffnungszeiten gut, etc. Die markierten Zellen zeigen den Modus (auch Modalwert genannt) an, den am häufigsten genannten Wert. So erhält man einen schnelleren Überblick.

Abb.: Bewertung des Fachhandels durch seine Kunden

Abb.: Bewertung des Fachhandels durch seine Kunden

Die Reihe „Rang“ gibt den aus der Durchschnittsnote für den Spaltenkopf abgeleiteten Rang an. So beurteilen unsere Umfrageteilnehmer die Beratungskompetenz ihres Händlers am besten. Am schlechtesten werden das Produktsortiment und die Ladeneinrichtung bewertet.

Zusammenfassend kann man feststellen, das der überwiegende Teil der Modellbahner vor allem beim Fachhändler einkauft und mit seinen Dienstleistungen zum Großteil zufrieden ist. Selbst von Modellbahnern, die nicht oder nur selten beim Fachhändler einkaufen, bekommt er noch eine positive Bewertung.

Um seine Position zu stärken, muss der Fachhandel vor allem an der Interaktion mit dem Kunden arbeiten. Insbesondere an den Punkten Beratung, Dienstleistungen und Bestellwesen, letzteres sicher in Zusammenarbeit mit der Industrie. Diese Punkte sind bislang oft der größte Vorteil gegenüber der Online-Konkurrenz, die teils ohne den Fixkostenaufwand für ein Ladengeschäft günstiger anbieten kann.

Eisenbahn- und Modellbahnzeitschriften in der Schweiz

In der Umfrage baten wir die Teilnehmer, aus 26 von uns vorgegebenen Zeitschriften aus dem Modellbahn- und Eisenbahnbereich diejenigen anzukreuzen, die sie regelmäßig lesen. Aufgrund der enormen Menge an Publikationen gab es zudem ein Freitextfeld, in dem weitere Titel eingetragen werden konnten. Wir möchten auch nochmals darauf hinweisen, dass die hier abgegebenen Antworten von Modellbahnern stammen. Durch zahlreiche Eisenbahnfans geben die Daten nicht die komplette Reichweite einer Zeitschrift wieder.

Zudem wurden die Daten aus dem deutschen Fragebogen aus Gründen der Einfachheit 1:1 in der Schweiz übernommen. Für die Schweiz wichtige Blätter waren deshalb als Antwortka-tegorie nicht vorgegeben. Über das Freitextfeld gab es die Möglichkeit, weitere Titel ein-zugeben, wovon auch reichlich Gebrauch gemacht wurde.


Von den 830 schweizer Teilnehmern gaben 36 an, keine Zeitschrift regelmäßig zu lesen. Dieses entspricht einer Quote von 4,3 %. Das ist deutlich weniger als im Vergleich zu Deutschland (18,5%). Jedoch muss man diese Zahl etwas relativieren, da rund die Hälfte der Befragten über Hinweise in einer Fachzeitschrift auf die Umfrage aufmerksam gemacht wurden.

Abb.: Eisenbahn u. Modellbahnzeitschriften - Schweiz

Abb.: Eisenbahn u. Modellbahnzeitschriften – Schweiz

Neben dieser vorgegebenen Auswahl hatten die Umfrageteilnehmer die Möglichkeit, weitere Titel anzugeben. Da die nun aufgeführten Zeitschriften ohne Unterstützung durch eine Vorgabe notiert wurden, sind die Zahlen dort naturgemäß um einiges niedriger. Sie können lediglich als Orientierung für eine Verbreitung dienen.
Insgesamt wurden über 100 weitere nationale und internationale Titel genannt. Publikationen, die dabei nur wenige Male genannt wurden, haben wir teilweise zu Gruppen zusammen gefasst. Diese sind gekennzeichnet und die sich dahinter verbergenden Zeitschriften sind in den Fußnoten aufgelistet.

Eisenbahn- und Modellbahnzeitschriften in Deutschland

In der Umfrage baten wir die Teilnehmer, aus 26 von uns vorgegebenen Zeitschriften aus dem Modellbahn- und Eisenbahnbereich diejenigen anzukreuzen, die sie regelmäßig lesen. Aufgrund der enormen Menge an Publikationen gab es zudem ein Freitextfeld, in dem weitere Titel eingetragen werden konnten. Wir möchten auch nochmals darauf hinweisen, dass die hier abgegebenen Antworten von Modellbahnern stammen. Durch zahlreiche Eisenbahnfans geben die Daten nicht die komplette Reichweite einer Zeitschrift wieder.


Abb.: Eisenbahn u. Modellbahnzeitschriften - Deutschland

Abb.: Eisenbahn u. Modellbahnzeitschriften – Deutschland

Abb. Modellbahnzeitschriften der Hersteller

Abb. Modellbahnzeitschriften der Hersteller

Neben dieser vorgegebenen Auswahl hatten die Umfrageteilnehmer die Möglichkeit, weitere Titel anzugeben. Da die nun aufgeführten Zeitschriften ohne Unterstützung durch eine Vorgabe notiert wurden, sind die Zahlen dort naturgemäß um einiges niedriger. Sie können lediglich als Orientierung für eine Verbreitung dienen.
Insgesamt wurden über 100 weitere nationale und internationale Titel genannt. Publikationen, die dabei nur wenige Male genannt wurden, haben wir teilweise zu Gruppen zusammen gefasst. Diese sind gekennzeichnet und die sich dahinter verbergenden Zeitschriften sind in den Fußnoten aufgelistet.

Abb.: Eisenbahn- u. Modellbahnzeitschriften - aus Freitextfeld

Abb.: Eisenbahn- u. Modellbahnzeitschriften – aus Freitextfeld

Informationsquellen in der Schweiz

In einer Frage wurden die Probanden gebeten, die Quellen zu markieren, über die sie sich über Modellbahn-Neuheiten informieren. Aus diesen Datensätzen wurde die unten aufgeführte Grafik erzeugt. Zählt man die Missing Values zu den Nicht-Informierten hinzu, dann ergibt sich eine Quote von 4,6%. Anders ausgedrückt informieren sich über 95% aller Mo-dellbahner über Modellneuheiten. Eine absolut hervorragende Quote.

Abb.: Informationsquellen - Schweiz

Abb.: Informationsquellen – Schweiz



Die für die Schweiz ermittelten Werte übertreffen die aus Deutschland bei den Fachzeitschriften. Niedrigere Werte ergeben sich hier bei den Internetseiten, den Messen sowie den Printkatalogen. Hier muss man jedoch berücksichtigen, dass der Fragebogen in der Schweiz einer Zeitschrift (Eisenbahn-Amateur) beigeheftet war, wodurch natürlich die Quote höher liegt. Ebenso kann der weiter oben nachgewiesene höhere Altersdurchschnitt die niedrigeren Ergebnisse bei den Internetquellen erklären.

Weitere interessante Erkenntnisse gewinnen wir durch die Grafik auf der folgenden Seite. Sie unterscheidet das Informationsverhalten zwischen denjenigen aus der Online-Umfrage und denen aus der Papierumfrage.

Abb.: Informationsquellen - Unterschied Papier- u. Onlineumfrage

Abb.: Informationsquellen – Unterschied Papier- u. Onlineumfrage

Informationsquellen in Österreich

In einer Frage wurden die Probanden gebeten, die Quellen zu markieren, über die sie sich über Modellbahn-Neuheiten informieren. Auch hier sei nochmals erwähnt, dass diese Zahlen nicht repräsentativ für die Gesamtheit der österreichischen Modellbahner ist, sondern nur den Teil widerspiegelt, der bereits das Internet als Kommunikationsmedium nutzt. Erfahrungen aus Umfragen in anderen Ländern haben gezeigt, dass (vor allem ältere) Modellbahner, die nicht das Internet nutzen, sich immer noch über die herkömmlichen Quellen wie Kataloge, Messen, Freundeskreis oder beim Händler informieren.

Trotzdem sind diese Ergebnisse natürlich aufschlussreich. Da der Anteil der Internetnutzer weiter steigt, spiegeln diese Daten sicher die zukünftige Entwicklung wieder.


Aus diesen Datensätzen wurde die unten aufgeführte Grafik erzeugt. Zählt man die Missing Values zu den Nicht-Informierten hinzu, dann ergibt sich eine Quote von 3,1%. Anders ausgedrückt informieren sich knapp 97% aller Modellbahner über Modellneuheiten. Eine absolut hervorragende Quote, die so auch in Deutschland und der Schweiz zu messen war.

Abb.: Informationsquellen - Österreich

Abb.: Informationsquellen – Österreich

Führende Quelle sind erwartungsgemäß die Fachzeitschriften. Sie erreichen 71,9% der Mo-dellbahner. Auf den Plätzen 2+3 befinden sich Internetportale / -foren und die Internetseiten der Hersteller.

Anlagengrößen – Schweiz

Neben den Nenngrößen an sich haben wir erstmals auch Daten über die Anlagengrößen und Anzahl der vorhandenen Lok- und Waggon-Modelle erfasst. Erwartungsgemäß steigt mit zunehmender Nenngröße auch die durchschnittliche Gröpe der Modellbahnanlagen. Umgekehrt verhält es sich mit der Anzahl von Fahrzeugmodellen. Die Großspuren haben hier deutlich weniger Mo-delle, was zum Teil sicher an den höheren Kosten und dem größeren Platzbedarf liegen dürfte.

Den Begriff Perzentil hatten wir oben schon eingeführt. Die Spalten 3 und 4 sind demnach so zu interpretieren, dass 80% der Anlagenflächen zwischen diesen beiden Werten liegen.


Um verlässliche Aussagen zu treffen wurden nur Antworten berücksichtigt, die sich eindeutig einer Nenngröße zuordnen ließen. So konnten wir nur die Daten von Anlagenbesitzern berücksichtigen, die nur eine Baugröße haben bzw. die unterschiedlichen Größen explizit angaben. Dadurch verringerte sich natürlich die Anzahl der nutzbaren Daten. Für verlässliche Aussagen wird in der Statistik ein Minimum von 30 Datensätzen benötigt, daher konnten nur die Spuren N und H0 für die Schweiz ausgewertet werden.

Tab.: Anlagengrößen - Schweiz

Tab.: Anlagengrößen – Schweiz