Meinung der Modellbahner zu verschiedenen Aussagen- Schweiz

eben der Erfassung von soziodemographischen Daten wollten wir mit dieser Umfrage auch ein aktuelles Meinungsbild der Modellbahner ermitteln. Zu diesem Zweck haben wir die Teilnehmer gebeten, auf einer 6-stufigen Ratingskala ihre Meinung zu verschiedenen Aussagen von „Stimme stark zu“ bis zu „lehne stark ab“ anzugeben.

Aufgrund der Fülle an Informationen haben wir die Ergebnisse auf zwei Tabellen verteilt. Dabei haben wir die Aussagen nach monetären Bezug (erste Abbildung) und nach anderen Themen sortiert (zweite Abbildung) sortiert. Die Spaltenköpfe geben nur den Sinn einer Aussage wieder.

Abb.: Meinung zu verschiedenen Aussagen - monetäre Themen - Schweiz

Abb.: Meinung zu verschiedenen Aussagen – monetäre Themen – Schweiz

Auch in diesen Tabellen wurde der Modalwert in hellgrau, der zweithäufigste Wert in dunkelgrau hervorgehoben. Drei Beurteilungen unserer Aussagen fallen aufgrund Ihrer Struktur sofort ins Auge. Digitaltechnik, Ausgaben, Qualität und Preis sowie Zubehörteile.

Besonders die Digitaltechnik scheint die Modellbahner in zwei Lager zu spalten. Die zu bewertende Aussage lautete: ?Digitaltechnik macht Modellbahnen unnötig teuer?. Während die eine Hälfte der Befragten (übrigens in der Mehrzahl Analogbahner) dieser Aussage zustimmt, lehnt die andere Hälfte diese Aussage klar ab (mehrheitlich Digitalbahner). In der deutschen Umfrage wurden nahezu identische Ergebnisse ermittelt.


Da in letzter Zeit in den Medien einiges über ?Nietenzähler? und den durch die hohe Qualität gestiegenen Preis geschrieben wurde, haben wir daraus die Aussage abgeleitet: ?Für einen geringeren Artikelpreis würde ich geringere Qualität in Kauf nehmen?. Man könnte diese Hypothese auch als Frage nach in Asien produzierten Modellbahn-Artikeln interpretieren. Schließlich lassen vor allem nordamerikanische Hersteller den Großteil Ihrer Produkte dort fertigen. Die Meinung der schweizer Modellbahner ist ziemlich eindeutig. 1/3 der Befragten würden für günstigere Artikel gewisse Abstriche bei der Qualität in Kauf nehmen. 2/3 lehnen diese Aussage allerdings mehr oder weniger stark ab.

Auf größere Zustimmung stieß unsere Aussage: ?Für einen günstigeren Artikelpreis bin ich bereit, selber Zurüstteile zu montieren?. Fahrzeugmodelle als Bausatz? Gut 2/3 der Umfrageteilnehmer können sich mit dieser Idee anfreunden, sofern sich dabei einstellende Kostenvorteile seitens der Hersteller weitergeben werden.

So kann man die letzten beiden Aussagen derart zusammenfassen, dass die Kunden für geringere Preise eher nicht bereit sind auf Qualität zu verzichten, dass aber eine 2/3-Mehrheit bereit ist, selber Montagearbeiten vorzunehmen.

Unter dem Gesichtspunkt, dass viele Modellbahner über stark gestiegene Preise klagen, ist die Bewertung der Aussagen, ob die Preise gerechtfertigt sind, sehr positiv zu werten. 82% empfinden das Preisniveau beim rollenden Material als gerechtfertigt, in Deutschland sind es nur 51%. Analog zu Deutschland bewerten auch die Schweizer das Preisniveau beim Zubehörmaterial schlechter. Hier beträgt die Summe der positiven Meinungen nur 66% (D: 42%).

Abb.: Meinung zu verschiedenen Aussagen - sonstige Themen - Schweiz

Abb.: Meinung zu verschiedenen Aussagen – sonstige Themen – Schweiz

Die schlechteste Bewertung bekam unsere Aussage „Für einen geringeren Artikelpreis würde ich geringere Qualität in Kauf nehmen“. Nur 38% konnten dieser Meinung zustimmen. In Deutschland stimmten 42% zu.

Die zweitschlechteste Bewertung erhielt die Aussage „Modellbahnen sind eine sichere Investition“. 2/3 der Modellbahner lehnen diese These ab. In der deutschen Umfrage gab es eine nahezu identische Aussage. Das zum einen die Meinung vorherrscht, das investierte Geld ist mehr oder weniger verloren, dieses trotzdem die Modellbahner kaum abschreckt, zeugt doch von der Treue zum Hobby.

Die beste Bewertung bekam die Aussage „Über Modellneuheiten fühle ich mich gut informiert“. 92% gaben an, dass Ihr Informationsbedarf gedeckt ist. Einer der Gründe dürfte wohl in der hohen Quote der Leser von Fachzeitschriften und Internetseiten liegen. So gaben 97% der Befragten an, sich aktiv zu informieren. Zum anderen darf dieses auch als gutes Zeugnis für die Industrie und die Informations- und Kommunikationspolitik, z.B. durch die Ausgabe von Neuheitenblätter, gewertet werden.