Nenngrößen in Österreich

Die nachfolgende Abbildung zeigt die Verteilung der Nenngrößen auf dem österreichischen Markt. Da etwa jeder vierte Modellbahner mehr als eine Spurweite besitzt, ist die Summe der Prozentzahlen größer als 100. Die Verteilung ist der in der ehemaligen Bundesrepublik sehr ähnlich. Die geringen Abweichungen beruhen auf normalen statistischen Schwankungen, sodass sich mathematisch kein Unterschied zwischen beiden Ländern aufzeigen lässt. Wie in allen Märkten ist auch in Österreich die Spur H0 die dominierende Größe. In 3 von 4 Modellbahn-Haushalten stehen Bahnen dieser Baugröße. Knapp jeder vierte Modellbahner besitzt oder sammelt Spur N, gefolgt von Spur 2. Auf den Plätzen folgen die Baugrößen Z, 0 und 1. Die TT-Bahnen spielen wie in der Schweiz und in Westdeutschland keine Rolle.


Abb.: Nenngrößen - Österreich

Vergleicht man diese Daten mit den Ergebnissen aus anderen europäischen Ländern , ist erwähnenswert, dass die Baugröße 2 in Österreich mit 12,7% die größte Verbreitung in Europa aufweist . Hingegen ist die Spur 0 mit 4,2% nach Deutschland (2,6%) am zweitschwächsten vertreten.

Die folgende Tabelle gibt an, wie viele verschiedene Nenngrößen die Modellbahner in unserer Umfrage besitzen. Gut 3/4 der Modellbahner konzentriert sich auf eine Nenngröße, jeder sechste besitzt eine zweite Nenngröße. Diese Verteilung stimmt statistisch mit den deutschen Daten überein. Die geringen Abweichungen erklären sich durch natürliche Schwankungen. In Österreich besitzen 92,9 % maximal 2 unterschiedliche Nenngrößen, in Deutschland ist diese Gruppe 93,7 % groß.

A-Nenngroessen-tab-anzahl

Tab.: Anzahl verschiedener Nenngrößen

Für die Analyse wurden nur die Datensätze von Modellbahnern analysiert, die sich ausschließlich mit einer Nenngröße beschäftigen, um Verzerrungen bei dem Ergebnis auszuschließen. Dadurch verringert sich die Zahl der verfügbaren Datensätze, sodass nur Aussagen für die Baugrößen N, H0 und 2 sinnvoll sind.

A-Nenngroessen-tab-spurweit

Tab.: Verteilung von Normalspur und Schmalspur

Bei den N-Bahnern ergeben sich die gleichen Daten wie in Deutschland (91,7% nur Normalspur). Bei den H0-Bahnern ergibt sich aber ein Unterschied. Der Anteil derjenigen, die nur Normalspur-Themen bauen, liegt mit 69% zwischen den Daten aus Deutschland (87%) und der Schweiz (56%). Entsprechend größer ist die Gruppe der Normal- u. Schmalspurbahner mit 31% (D: 12%; CH: 40%).

Werfen wir einen Blick auf die Verteilung der Nenngrößen unter Berücksichtigung von Altersklassen. Auch zukünftig wird H0 die dominante Größe in Österreich bilden. Bei Modellbahnern unter 30 Jahren sind nur die Baugrößen Z, N, H0 und 2 vertreten. Natürlich werden auch weitere Modellbahner unter 30 Jahren sich mit TT, 0 oder 1 befassen. Der Anteil scheint aber so gering zu sein, dass von diesen keiner an der Umfrage teilnahm.

A-Nenngroessen-Alter

Abb.: Nenngrößen nach Altergruppen U30 und Ü60

Nach diesen Daten scheint die Spur 0 zukünftig der große Verlierer zu sein. Ist in der Gruppe der Personen ab 60 Jahren der Anteil noch bei 19,4%, ist bei den unter 30-Jährigen kein Befragter mehr vertreten. Das gleiche Phänomen war auch bei der deutschen und der schweizer Analyse zu beobachten. Hier lag der Unterschied in Deutschland bei 4,3% (ab 60) zu 1,2% (unter 30) und in der Schweiz bei 18,8% (ab 60) zu 3,4% (unter 30).

Betrachten wir nun die Unterschiede zwischen denjenigen, die bis 5 Jahre das Hobby betreiben und denjenigen, die länger dabei sind. Daraus kann man erkennen, welche Größen in letzter Zeit eher in waren bzw. wer hier besseres Marketing geleistet hat.

Abb.: Nenngrößen - Hobby-Einsteiger

Abb.: Nenngrößen – Hobby-Einsteiger

Ein Trend lässt sich hier ablesen. Bei den großen Spuren fehlt der Nachwuchs. In unserer Umfrage haben 7,7% der Probanden angegeben, sich mit Spur 2 zu beschäftigen. Für die Größen 0 und 1 gab es keine Teilnehmer. Auch wenn, wie bereits erwähnt, mit zunehmendem Alter eher auf größere Spuren zurückgegriffen wird, scheinen diese Segmente zur Zeit von der Substanz zu leben. Die hier tätigen Anbieter und Händler sollten ihre Anstrengungen zur Gewinnung von Neukunden merklich intensivieren.